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Markus Vallazza,
»La Divina Commedia«
Skizzenhefte VI–IX. Purgatorio / Paradiso
(zweiter Teil der 1996 erschienenen Ausgabe der Hefte I–V, L’Inferno)
4 Hefte à 80 Seiten, 19,5, x 24,5 cm, 4-farb., broschiert in Schuber
einmalige Auflage à 500 Exemplare
156 / Sfr 250 /
ISBN 3-901118-44-6, erscheint im Oktober 2001
Ausgabe 1 + 2 (Hefte IIX): Sfr 417 / 258,50


»perché
appressando sé al suo disire,
nostro intelletto si profonda tanto,
che dietro la memoria non puó ire.«
(Purgatorio, I, 7)
„Undenkbar, Dantes Gesänge zu
lesen, ohne sie auf die Gegenwart zu beziehen. Dazu sind sie geschaffen. Sie
sind Gerät zum Einfangen der Zukunft. Sie verlangen einen Kommentar im
Futurum. ... Dante ist ein Antimodernist. Seine Gegenwart ist
unerschöpflich, unermeßlich, unversiegbar.“
(O. Mandelstam, Gespräch über Dante)
„Wer
immer die Skizzenhefte, die Studienblätter, die Szenenfolgen oder die in
allen Details ausgearbeiteten Radierungen Vallazzas zur Hand nimmt, wird
unweigerlich in einen Prozeß hineingezogen, der unabgeschlossen und
unabschließbar erscheint. ... Wer mit Markus Vallazza in den Kosmos Dantes
eingetreten ist, der wird ständig vor- und zurückgeschickt, der muß den
verschiedensten Verweisen folgen, von der flüchtigen Skizze zur ausgefeilten
Komposition, der ist gehalten, immer wieder nachzuschauen und nachzuprüfen,
vor- und zurückzublättern. Ich glaube, daß dieser hier von Markus Vallazza
in Gang gebrachte Prozeß einer fortwährenden Auseinandersetzung, eines
andauernden Antwortsuchens der Divina Commedia in sehr viel höherem Maße
gerecht wird als manche noch so gelungene, in sich vollendete bildhafte
‚Lösung‛ ".
(Wieland Schmied)
Zum
Künstler:
Markus Vallazza, geboren 1936 in
St.Ulrich (Südtirol). Studien und längere Aufenthalte in Florenz, Paris,
Salzburg, Berlin, Augsburg. Von 1962 bis 1972 Kunsterzieher an der
Kunstschule St.Ulrich, seither freischaffender Künstler. Er lebt heute in
Wien und Bozen. Seit 1970 zahlreiche Einzel-ausstellungen in Europa und
Übersee. Neben vielen Mappenwerken mit Druckgrafik, Ausstellungs-katalogen
und Publikationen in Zeitschriften veröffentlichte er u.a.: Erotika.
Zeichnungen und Texte zu Casanova, mit einem Text von H.C. Artmann (1991),
Schatten hinab. Gedichte und Radierungen (1991), Die Frauen aus Fanis.
Fragmente zur ladinischen Überlieferung, mit Texten von Anita Pichler
(1992). Nach zahlreichen anderen Beschäftigungen mit Texten und Figuren der
Weltliteratur (Horaz, 0. v. Wolkenstein, Villon, Rimbaud, Poe, Genet, Broch,
Kafka, Mayröcker u.a.) arbeitete Markus Vallazza über zehn Jahre zu Dantes
Divina Commedia. Ausgehend von den Skizzenheften entstanden drei Mappen mit
Druckgrafik zu den einzelnen Gesängen der Commedia (Edition Ernst Hilger),
zahlreiche Einzelblätter, Monographien und Buchpublikationen.
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