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abrasch.
Eine Sammlung für Poesie als Übersetzung
hrsg. von alma vallazza
ca. 40 Seiten, 11 x 17 cm, broschiert
DM 10 / ÖS 70 / sfr 8,50 / € 5,50
ISBN 3-901118-46-2 / Reihe abrasch
Begleitband 2001
edition per procura 2002


Mit Texten zum Übersetzen und Gedichten
von Johann Georg Hamann, Franco Fortini, Manfred Bauschulte, André Frénaud,
Vladimir Nabokov, Rudolf Kassner, Ottó Tolnai u.a.
All die Titel und Erscheinungsjahre
meiner Übersetzungen verweisen ganz selbstverständlich auf eine Geschichte.
Die Autobiografie, diesen Roman, machen sie nicht reicher. Es sind die
selben Jahreszahlen, die auch andere meiner Bücher begleiten. Sie wollen,
machte es der Text nicht deutlich genug, den Leser daran erinnern, daß jene
Worte in einer Zeit geschrieben wurden während der auch „anderes“ geschah,
anderes, das an diesen festhielt und diesen widersprach und anhält, an ihnen
festzuhalten, ihnen zu widersprechen und sich von ihnen zu distanzieren. In
diesem Sinne beanspruchen die Gedichtfassungen, die hier folgen, sich nicht
von meinen anderen Gedichten zu unterscheiden. (aus: Franco Fortini,
Einleitung zu Il ladro di ciliege e altri versi, einer Sammlung seiner
Gedichtübersetzungen)
Es ist doch nicht dasselbe, ob ich ein
Bild als Gemälde oder als Teppich und Gobelin sehe. Was ist denn ein
Teppich? Wenn man mich darum fragte, müßte ich sagen: Äußerlich schon das
Bild nach einem Bilde. Vielleicht hätte ich damit das Wesentliche auch
bestimmt. Ein Teppich ist ein übertragenes, ein künstliches Bild. Was da vor
mir hängt, aus Leinen-, Seiden- und Goldfäden gewoben, mit Schatten wie
Spiegelflecken und mit Bäumen, die in Blau und Gelb wehen, ist eigentlich
etwas ganz Äußerliches, ist Handwerk, ist nur Bild. Aber gerade darum wirkt
es auf viele geistiger, gerade darum scheint es zuweilen, als wäre es von
selber da wie Traumbilder und sähe aus weiter Ferne auf uns. (aus: Rudolf
Kassner, Die Moral der Teppiche)
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