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die neuen Bücher
Adrian La Salvia
Die Welt im Auge
Rede zum Erscheinen der Skizzenbücher von Markus Vallazza zu Dantes „Läuterungsberg“ und „Paradies“
16 Seiten, 19,5 x 24,5 cm, broschiert mit s/w Abbildungen
Adligat zur Ausgabe der Skizzenbücher VI-IX, 2001
Euro 8, SFR 9
ISBN: 3-901118-55-1
Erscheint im September 2006

Der Südtiroler Künstler Markus Vallazza hat sich fast zehn Jahre lang mit der Illustration von Dantes „Göttlicher Komödie“ beschäftigt. Die 9 Skizzenhefte zu seiner umfassenden Arbeit erschienen in zwei Schubern als Faksimile-Ausgabe in der edition per procura. Der Romanist Adrian La Salvia hielt anlässlich der Präsentation der Skizzenhefte Vallazzas zum „Läuterungsberg“ und zum „Paradies“ im Frühjahr 2002 eine Rede, die nun in gedruckter Form vorliegt. La Salvia stellt Vallazzas Arbeit in einen breiten kunsthistorischen Zusammenhang und unterstreicht damit die Besonderheit des Unterfangens. Gleichzeitig betont er die Bedeutung dieser Skizzen für den gesamten Zyklus:
Vallazzas Zugang zum Dante’schen Universum des Mittelalters beschreibt La Salvia folgendermaßen: „Vallazza illustriert Dante gewissermaßen in reiner Unmittelbarkeit wie ein Kind, das sich selbst als Erwachsener beim Spielen zusieht. In dieser ironischen Brechung kann man ein spezifisches Merkmal oder – wenn man so will – auch ein Stigma der Moderne erblicken, mit dem auch Vallazza gezeichnet ist, nämlich das selbstreflexive erkenntniskritische Nachdenken über sich selbst beim Nachdenken über die unerreichbar gewordenen letzten Dinge.“
Zum ersten Schuber mit den fünf Skizzenheften Vallazzas zur „Hölle“ ist ein Text von Oswald Egger erschienen mit dem Titel: „In Mitten“. Parallelkreise zu einem Inferno nach Dante von und für Markus Vallazza. Adrian La Salvias Rede rundet nun den zweiten Schuber mit den vier Skizzenheften zu „Läuterungsberg“ und „Paradies“ ab. Gleichzeitig findet damit auch die Gesamtausgabe der umfangreichen Dante-Vallazza-Skizzenhefte der edition per procura stimmig ihren Abschluss.


Adrian La Salvia, geboren 1966 in Dresden. Studium der Romanistik, Germanistik und Philosophie überwiegend in Erlangen, wo er 1996 über Leopardi in Deutschland promovierte. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Wie schon von 1992–1994 ist er seit 1998 wieder als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanistik der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Seine Interessenschwerpunkte gelten der Librettoforschung und gegenwärtig v.a. dem Theater des Absurden. Daneben hat er Aufsätze (zu Tasso und mehrfach zu Problemen der literarischen Übersetzung) und Editionen folgender Autoren vorgelegt: Dante (mit Illustrationen von Felix Martin Furtwängler), Foscolo, Leopardi, Betrand, Éluard u.a. (eine Manzoni-Edition ist in Vorbereitung). Die von La Salvia herausgegebene Lyrik-Anthologie Iconografia Leopardiana enthält moderne Dichter-Übersetzungen (Biermann, Enzensberger, Grünbein u.a.) eines der berühmtesten Gedichte von Giacomo Leopardi (mit zahlreichen Illustrationen zeitgenössischer Künstler). Ein Sammelband Italien-Ansichten (gemeinsam mit Richard Brütting) ist in Vorbereitung.