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Gennadij Ajgi wurde 1934 in Schajmurshino (Tschuwaschische Autonome Republik) geboren. Seit 1953 lebte er in Moskau, wo für den Dichter mit dem Ausschluß 1958 aus dem Moskauer Literaturinstitut Jahre der vollkommenen Zurückgezogenheit und Nichtanerkennung begannen. Bis heute wird das Werk Gennadij Ajgis, den Jakobson einmal den größten lebenden russischen Dichter genannt hat, in seiner Heimat kaum gedruckt und besprochen, während im westlichen Europa die Zahl der Publikationen und Leser stetig wächst. U.a. erhielt er 1972 den Preis der Académie française, 1993 den Petrarca-Preis und 1996 den N.C.Kaser-Lyrik-Preis. Der Prokurist Nr. 1.1 Der Prokurist Nr. 9 Der Prokurist Nr. 13/14 Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs) H.C. Artmann John Ashbery Daniel Bănulescu, geboren 1960, lebt in Bukarest. Nach einem Ingenieurstudium (Erdöl/Erdgas) zunächst Gelegenheitsjobs (Korrektor, Reporter, Nachtwächter), dann Versuch einer Existenz als freier Autor, d.h. also weitere Gelegenheitsjobs. Sein erster Gedichtband Der Tag, an dem ich publiziert wurde erschien 1987 in der Edition »Das kleine Buch«. 1993 erschien der Gedichtband Ich werde Dich lieben bis zum Ende des Bettes, 1994 der Roman Ich küsse dir den Hintern, geliebter Führer (Auszüge daraus in der deutschen Übersetzung von Gerhardt Csejka in: neue literatur, Nr. 2, 1995), 1997 der Gedichtband Die Ballade des Daniel Bănulescu und 1998 der Roman Die sieben Könige der Stadt Bukarest. Seit 2000 liegt eine erste Sammlung der Gedichte von Daniel Bănulescu unter dem Titel Bundesrepublik Daniel Bănulescu vor, die auch zahlreiche kritische Stimmen zum Werk des Autors versammelt. Zuletzt, 2001, erschien der Gedichtband Daniel des Gebets. Sämtliche Titel sind in rumänischer Sprache in Bukarest erschienen. Schrumpeln wirst du wirst eine exotische Frucht sein. Gedichte.Ich küsse dir den Hintern... Manfred Bauschulte, geboren 1956 in Ibbenbüren (Westfalen), Studium der Literatur und Religionswissenschaften und Philosophie in Berlin und Bielefeld, lebt in Bardüttingdorf, arbeitet über die Dichtungen von René Char (Gespräche mit Hypnos und Orion, erscheint in naher Zukunft), Henri Michaux und Francis Ponge, ferner über die Bedeutung des Schlafs nicht nur für die Literatur. OBJET TROUVÉABRASCH. EINE SAMLUNG FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG FRANCO FORTINI, COMPOSITA SOLVANTUR. Der Prokurist, Nr. 15 Honoré de Balzac (Tours 1799–Paris 1850), schrieb zunächst unter Pseudonym Erzählungen und Kolportageromane, um sich seinen Unterhalt zu sichern. Ständig unter finanziellem Druck leidend, arbeitete Balzac ab 1830 rastlos an seinem Lebenswerk, der an Walter Scotts historischem Romane orientierten Comédie humaine. Unvollendet wird sie 91 Novellen und Romane umfassen. THEORIE DES GEHENSWilliam Blake, (London 1757–1827), Dichter und Kupferstecher, illustrierte u.a. Werke von Dante, Vergil, Chaucer, Blair, Young und, da er Wort und Bild als Gesamtkuntswerk verstand, viele seiner eigenen Dichtungen, u.a. Poetical Sketches (1783), Songs of Innocence (1789), Songs of Experience (1794), The book of Los (1795), The book of Ahaania (1795), Milton (1804–1808), Jerusalem (1804). Maurice Blanchot, geboren 1907 in Quain. Zahlreiche literarische und literaturtheoretische Veröffentlichungen seit den 40er Jahren, auf Deutsch sind u.a. erschienen: Die wesentliche Einsamkeit, aus dem Franz. von Gerd Henniger (1984), Der Wahnsinn des Tages, aus dem Franz. von Brigitta Restorff (1986), Sade, aus dem Franz. von Johannes Hübner (1986), Thomas der Dunkle, aus dem Franz. von Jürg Laederach (1987), Warten Vergessen, aus dem Franz. von Johannes Hübner (1987), Das Todesurteil, aus dem Franz. von Jürg Laederach (1990), Das Unzerstörbare. Ein unendliches Gespräch über Sprache, Literatur und Existenz, aus dem Franz. von Hans J. Metzger und Bernhard Wilczek (1991), Das Tier von Lascaux, aus dem Franz. von Eleonore und Hans-Jost Frey und Felix Philipp Ingold (1999). OBJET TROUVÉDer Prokurist, Nr. 13/14 Joë Bousquet, 1897–1950, blieb infolge einer Kriegsverwundung im Jahre 1918 gelähmt und zeitlebens an sein Bett und sein Zimmer in Carcassonne gebunden. Veröffentlichungen u.a.: Traduit du silence (1941; 1968), Mystique (1973), L'homme dont je mourrai (1974), Papillon de neige. Journal 1939–1942 (1980), Le Sème-Chemins (1981), Note-Book. Suivi D'une autre vie (1982), Les capitales ou de Jean Duns Scot à Jean Paulhan (1996). György Buda, geboren 1945 in Hutthurm (Bayern), bis 1956 in Ungarn, lebt in Wien. Studium der Geologie und Abschluß der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung in Wien. Übersetzungen aus dem Ungarischen (u.a. Imre Kertész, László Krasznahorkai, Zsolt Láng, László Darvasi, Péter Esterházy, László Garaczi, Endre Kukorelly, Lajos Parti Nagy, Éva Petröczi, Sándor Tatár, János Térey, Rudolf Ungváry, Lajos Parti Nagy). OTTÓ TOLNAI, ICH KRITZELTE DAS AKAZIENWÄLDCHEN IN MEIN HEFT.Inger Christensen Géza Deréky, geboren 1951, lebt in Kecskemét, Ungarn. Übersetzt ins und aus dem Ungarischen (u.a. Peter Hajnóczy, Peter Nádas, Ádám Bodor, Lajos Grendel, Endre Kukorelly, Ottó Hévizi, Sándor Csoóri, László Márton, Ephraim Kishon, Imre Kertész, Rudolf Kassner). OTTÓ TOLNAI, ICH KRITZELTE DAS AKAZIENWÄLDCHEN IN MEIN HEFT.Michael Donhauser, geboren 1956, lebt in Vaduz und Wien. Zahlreiche Gedicht- und Prosa-Veröffentlichungen, u.a.: Dich noch und. Liebes- und Lobgedichte (1991), Von den Dingen (1993), Livia oder die Reise. Roman (1996), Sarganserland. Gedichte (1998), Gärten. Paris (2000) und seine Übersetzung der späten Verse Arthur Rimbauds (1998). OBJET TROUVÉDer Prokurist Nr. 3 Der Prokurist Nr. 5 Der Prokurist Nr. 9 Der Prokurist Nr. 19/20 Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs) Werner Dürrson, geboren 1932 in Schwenningen/Neckar. Studium der Musik und Literaturwissenschaft in Tübingen und München. Dr. phil. Lehrtätigkeit an der Universität Poitiers/Frankreich und in Zürich. Neuere Veröffentlichungen: Werke in vier Bänden (Lyrik und Prosa) (1992), Ausgewählte Gedichte (1995), Stimmen aus der Gutenberg-Galaxis, Essays zur Literatur (1997), Der verkaufte Schatten, Rumänische Elegien und Rumänisches Tagebuch (1997), Übersetzungen aus dem Französischen (Wilhelm von Aquitanien, Margarete von Navarra, Arthur Rimbaud, Stéphane Mallarmé, Yvan Goll, René Char und Henri Michaux). Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Mitglied des PEN-Zentrums, der Humboldt-Gesellschaft und der Association des critique littéraires, Paris. Lebt in Oberschwaben und Paris. Oswald Egger
Der Prokurist,
Gesamtausgabe in Kassette,
hrsg. von Oswald Egger Gundi Feyrer, geboren 1956 in Heilbronn am Neckar. Studium an den Kunsthochschulen in München und Hamburg, längere Aufenthalte in Rom, Paris und Graz, lebt heute in Madrid. Buchveröffentlichungen u.a.: Das in den Längen Weilen, Wiens Verlag, Berlin 1990, Der Himmel ist eine Flasche, Ritter Verlag, Klagenfurt 1994, Das Schlagen der Augen, Droschl Verlag, Graz 1994, Auswendige Tage, Droschl Verlag, Graz 1997, Die Besteigung der Bilder und andere Essays, Edgeware Press, London/Wiens Verlag, Berlin 1998. THE GARDEN OF DISTANCESDer Prokurist, Nr. 7 Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs) Louis-René des Forêts, 1918–2000, erlebte seine Jugend im Berry und in der Bretagne, gehörte als junger Mann der französischen Résistance an, nach dem 2. Weltkrieg war er viele Jahre Mitarbeiter im Verlag Gallimard. Sein bedeutendes, im Umfang jedoch schmales Werk besteht aus den beiden Romanen Les Mendiants (1943, 1986 édition dénitive) und Le bavard (1946, deutsche Übersetzung von Elmar Tophoven, 1968/1983), dem Erzählungsband La chambre des enfants (1960, deutsche Übersetzung von Friedhelm Kemp, 1993), sowie den beiden Langgedichten Mégères de la mer (1967) und Poèmes de Samuel Wood (1988). Diese beiden Texte sind bereits seinem unvollendeten Hauptwerk Ostinato (1997) zuzuordnen, einem Fragment-Buch, das alle literarischen Genres aufhebt. Franco Fortini (Florenz 1917–Mailand 1994), zählte als Lyriker, Übersetzer (u.a. von Goethe, Brecht, Kafka, Kraus, Proust, Artaud, Frénaud, Eluard, Weil, Jószef) und politischer Denker zu den einflußreichsten Figuren des zeitgenössischen Italiens. Er arbeitete als literarischer Berater für Einaudi und Mondadori und war Professor für Literaturkritik an der Universität von Siena. Auf Deutsch sind erschienen: Poesie, aus dem Italienischen von Hans Magnus Enzensberger (1963), Die Vollmacht. Literatur von heute und ihr sozialer Auftrag, aus dem Ital. von Friedrich Kollmann (1968). FRANCO FORTINI, COMPOSITA SOLVANTUR.Ernest Fraenkel, geboren 1905 in Berlin, Flucht vor den Nationalsozialisten nach Frankreich, nach dem Krieg wird er Assistent bei Etienne Souriau am Institut d’Esthétique in Paris. Er beschäftigte sich zeitlebens mit kabbalistischen im Zusammenhang mit psychoanalytischen Fragen. DIE UNSICHTBAREN ZEICHNUNGEN STÉPHANE MALLARMÉSAndré Frénaud (1907 Montceau-les-Mines –1993 Paris), Die ersten Gedichte Poèmes d'Avant-Guerre entstehen 1938/39, während der Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit in Deutschland die Poèmes de Brandebourg, die ihn bekannt machen. Nach seiner Flucht aus der Gefangenschaft (1942) schließt er sich der Résistance an. Neben mehreren Gedichtbänden, u.a. Poèmes de dessous de plancher (1949), Agonie du général Krivitski (1960), Il n'y a pas de paradis (1962), erscheint 1973 La Sorcière de Rome. Seine Dichtungen, die zu den bedeutendsten der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts gehören, wurden in viele Sprachen übersetzt. Giuseppe Ungaretti, Franco Fortini und Eugenio Montale übersetzten und präsentierten sie in Italien und Spanien. In deutscher Sprache erschienen bisher nur die Gedichtauswahl Quelle der Quellen (hrsg. u. übersetzt von Paul und Marlis Pörtner, Darmstadt 1962) sowie in geringer Auflage zwei illustrierte Luxusdrucke mit ausgewählten Texten. DIE HEXE ROMS. GEDICHTHans-Jost Frey, geboren 1933, lebt in Zürich, emeritierter Professor für Komparatistik. Veröffent-lichungen u.a.: Studien über das Reden der Dichter (1986), Unterbrechungen (1989), Der unend-liche Text (1990), Wörter und die Wiedervereinigung der Wörter (1994), Lesen und Schreiben (1998). DIE AUTORITÄT DER SPRACHEDer Prokurist, Nr. 12 Der Prokurist, Nr. 13/14 Der Prokurist, Nr. 19/20 László Garaczi, geboren 1956 in Budapest, studierte Ungarisch und Geschichte an der Hochschule von Eger, später Philosophie an der Universität Budapest, lebt in Budapest. Bisher erschienen: Plasztik: Elbeszélések (1985) [Plastik. Erzählungen, aus dem Ungarischen von Andrea Seidler, 1990 ]; A terület visszafoglalása a madaraktól: Versek (1986) [Die Rückeroberung des Gebietes von den Vögeln: Lyrik]; Tarsd a szemed a kigyón: Versek (1989) [Behalte die Schlange im Auge: Lyrik]; Mami Blue (1988) (Filmnovelle und Drehbuch; gem. mit Robert Pajer verfaßt. Für das Drehbuch zu diesem Film wurden Garaczi und Pajer mit dem Filmpreis der Stadt Veszprém ausgezeichnet), Die wunderbare Busfahrt, aus dem Ungarischen von Andrea Seidler (1999).
TANZ DER WALE. Theaterstücke Marion Gees, geboren 1957, Studium der Germanistik und Romanistik in Bielefeld und Paris. Lehrte als DAAD-Lektorin für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Nantes (Frankreich). Promotion mit einer Arbeit über Robert Walser. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld. Übersetzungen aus dem Französischen, Beiträge und Besprechungen zu moderner Literatur in verschiedenen Zeitschriften und Sammelbänden sowie für den Rundfunk. Lebt in Chemnitz. DIE HEXE ROMS. GEDICHTDer Prokurist, Nr. 15 Michael Hamburger Mila Haugová, geboren 1942 in Budapest, lebt als Lyrikerin und Übersetzerin (u.a. von Paul Celan, Friederike Mayröcker) in Bratislava. Redakteurin der Literaturzeitschrift Romboid. Zahlreiche Publikationen und Preise. Auf Deutsch sind u.a. erschienen: Kahlfrieren, aus dem Slowakischen von Ursula Macht, Bonsai Typ Art Verlag, Berlin 1998, Das innere Gesicht. Gedichte, aus dem Slowakischen von Z. Becher, Thanhäuser Verlag 1999, Sandatlas, aus dem Slowakischen von Angela Repka, Editon Korrespondenzen, Wien 2001. THE GARDEN OF DISTANCESHerzog
Peter Z. Der Prokurist, Nr. 9 Der Prokurist, Nr. 13/14 Christine Huber, geboren 1963 in Wien. Lebt in Wien und Mörbisch. Zuletzt erschienen: blindlings. dialog mit kommentar (Zeichnungen: Natascha Käßner), Korvinus-Presse, Berlin 1998, absolut alles relativ unsonst. Gedichte (gemeinsam mit Helmut Schranz, mit Fotografien von Elmar Klocker), edition ch, Wien 1998, Rebecca, tableau x. Prosa, Das fröhliche Wohnzimmer-Edition, Wien 1999, das doch das bauschen kennt, edition charts, Wien 2001. Ausstellungen und Ausstellungs-beteiligungen mit Textgrafiken. Arbeiten zu Neuer Musik (u.a. für Christian Utz, Beat Futter, Elisabeth Flunger, I-Tsen Lu). THE GARDEN OF DISTANCES
Felix Philipp Ingold Der Prokurist, Nr. 1.1 Der Prokurist, Nr. 3 Der Prokurist, Nr. 7 Der Prokurist, Nr. 8 Der Prokurist, Nr. 9 Der Prokurist, Nr. 11 Der Prokurist, Nr. 13/14 Der Prokurist, Nr. 19/20 Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs) Hendrik Jackson, geboren 1971, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Er ist verantwortlich für die Netzseite: www.lyrikkritik.de. 2001 erschien der Gedichtband einflüsterungen von seitlich, 2003 als Band 4 der Reihe abrasch seine Übersetzung von Marina Zwetajewa, Poem vom Ende/Neujahrsbrief, 2006 der Gedichtband Dunkelströme. Gedichte. 2002 erhielt er das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. 2005 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. brausende bulgen. 95 Thesen über die Flußwasser in der menschlichen Seele. Pierre Joris, geboren in Luxemburg, längere Aufenthalte in England, Frankreich und Nordafrika. Heute lebt er als Professor, Dichter, Übersetzer und Herausgeber im US-Staat New York. Veröffentlichung von über 20 Gedichtbänden, zahlreiche Übersetzungen, u.a. von Paul Celan, Maurice Blanchot, Edmond Jabés Robert Kelly. Arbeitet zur Zeit zusammen mit Jerome Rothenberg an Übersetzung und Herausgabe der gesammelten Schriften Pablo Picassos. Robert Kelly, geboren 1935 in New York City, lebt in Annandale-on-Hudson, wo er am Bard College Creative Writing unterrichtet. Er hat an die sechzig Bücher veröffentlicht mit Lyrik, Prosa und Essays. Auf Deutsch sind außerdem erschienen: Abziehbilder heimgeholt, zus. mit Jacques Roubaud und Schuldt (1995), Schlaflose Schönheit. Stories. Hrsg., übersetzt und mit einem Nachwort von Schuldt (1996). Erich Klein, geboren 1961 in Altenburg/Niederösterreich, Studium der Philosophie und Germanistik in Wien, lebt als Übersetzer aus dem Russischen (u.a. Olga Sedakowa, Timur Kibirov, Alexander Pjatigorskij) und als Journalist in Wien und Moskau. Publikationen u.a: Die Russen in Wien. Die Befreiung Österreichs. Wien 1945 – Augenzeugenberichte und über 400 unpublizierte Fotos aus Russland, hrsg. von Erich Klein (1995), Europa Erlesen: Moskau, hrsg. von Erich Klein und Valeria Jäger (1998). AUSGEWÄHLTE WERKE, hrsg. von Erich KleinThomas Kling Brigitte Mahlknecht, geboren 1966 in Bozen, Studium und längere Aufenthalte in Wien, New York und Berlin. Ausstellungen und Beteiligungen u.a. in Salzburg, Bozen, Rovereto, Wien, München, Genua, Innsbruck, Klausen. Veröffentlichungen: Gleich und Gleich. Zusammen mit Oswald Egger (1995), Gestaltschmerz. Zusammen mit Schuldt (1997), Zeichnungen u.a. in Der Prokurist Nr. 16/17 (1999). THE GARDEN OF DISTANCESDer Prokurist, Nr. 16/17 Stéphane Mallarmé, geboren am 18. März 1842 in Paris. 1863 Heirat mit der deutschen Marie Gerhard in London. Bis 1893 Lehrbeauftragter für Englisch an Lyzeen in Tournon, Avignon und Paris, ab 1877 empfängt Mallarmé in seiner Wohnung in der Rue de Rome regelmäßig Freunde und Künstler, unter ihnen Oscar Wilde, Stefan George, André Gide, Edouard Manet, Paul Valéry zu den legendären mardis, 1876 erscheint L'Après-rnidi d‘un faune, illustriert von Edouard Manet, 1887 Album de vers et de prose, 1888 erscheinen seine Übersetzungen Edgar Allen Poes Les Poèmes d'Edgar Poe, 1891 Pages mit einem Frontispiz von Renoir und 1893 Vers et prose mit einem Frontipiz von Whistler. Am 27. Januar 1896 wird Mallarrné in der Nachfolge von Paul Verlaine zum Prince des Poètes erwählt, 1897 erscheinen Divagations und Un Coup de dés in der Zeitschrift Cosmopolis. Am 9. September 1898 stirbt Mallarmé infolge eines Erstickungsanfalls in Valvins. Hérodiade bleibt unvollendet, die von Mallarmé vorbereitete Edition der Poésies wird erst posthum, 1899, erscheinen. Ebenfalls Vers de circonstance (1920), Igitur (1925), Le „Livre" de Mallarmé, hg. von Jacques Scherrer (1957), Les noces d'Herodiade (1959) und Pour un Tombeau d'Anatole (1961), Épouser la Notion (1980), und Correspondence complète 1862–1871, suivi des Lettres sur la poésie 1972–1898 (1995) und Lettres à Méry Laurent (1996). Auf Deutsch sind u.a. erschienen: Ein Würfelwurf (franz./dt.), übersetzt und erläutert von Marie-Louise Erlenmeyer (1966), Gedichte/Kritische Schriften (franz./dt.), 2 Bde., übersetzt und kommentiert von Gerhard Goebel, unter Mitarbeit von Frauke Bünde und Bettina Rommel (1993; 1998), Poèmes en prose/Gedichte in Prosa, übersetzt von Werner v. Wanitschek (1997), Sämtliche Dichtungen. Mit einer Auswahl poetologischer Schriften, übersetzt von Carl Fischer und Rolf Stabel (1992), Un Coup de dés/Ein Würfelwurf, übersetzt von Werner Dürrson, in: Akzente 2 (1992), Un coup de dés jamais n‘abolira le hasard/Ein Würfelwurf niemals tilgt den Zufall (franz./dt.), übertragen von Wilhelm Richard Berger, gestaltet von Klaus Detjen (1995). OBJET TROUVÉDIE UNSICHTBAREN ZEICHNUNGEN STÉPHANE MALLARMÉS Friederike Mayröcker Hans-Ulrich Möhring, geboren 1953 in Zweibrücken, er lebt in Göttingen als Autor und Über-setzer. MILTON. EIN GEDICHTPeter Natter, geboren 1958, lebt in Hittisau/Vorarlberg. Studium der Romanistik und Philosophie. Lehrer. Übersetzungen von Joë Bousquet, Gabrielle Roy, Michel Surya. Les Murray Pier Paolo Pasolini, geboren 1922 in Bologna, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Casarsa (Friaul), ab 1950 lebte er in Rom, 1975 wurde er in Ostia ermordet. Er war als Dichter, Schrift-steller, Filmregisseur und Kritiker eine der wichtigsten und einflußreichsten italienischen Persön-lichkeiten des 20. Jahrhunderts. Oskar Pastior Francis Ponge, 1899–1988, Mitarbeiter bei den Zeitschriften Nouvelle Révue française, Cahiers du Sud und Action. Verbindungsmann in der Résistance und bis 1947 Mitglied bei der Kommunistischen Partei. Buchveröffentlichungen: Douze Petits Écrits (1926), Le Parti pris des choses (1942), Dix Courts de la méthode (1946), Le carnet du Bois de Pins (1947; dt., in der Übersetzung von Peter Handke: Das Notizbuch vom Kiefernwald und La Mounine, 1982; 1995), Liasse (1948), Proêmes (1948), Le Peintre à l'étude (1948; dt. u.a. Texte zur Kunst, in der Übersetzung von Gerhard M. Neumann und Werner Spies, 1967), La Seine (1950), Cinq Sapates (1950), La Rage de l'expression (1952), Le Grand Recueil (1961), Pour un Malberbe (1965), Tome premier (1965), Le Savon (1967; dt. in der Übersetzung von Maria Bosse-Sporleder, 1993: Die Seife), Le Nouveau Recueil (1967), Entretiens avec Philippe Sollers (1970), La Fabrique du pré (1971), L'Atelier contemporain (1977), Comment une figue de paroles et pourquoi (1977), L' Écrit Beaubourg (1977), La Table (1982; 1991), Petite suite vivaraise (1983; dt. in der Übersetzung von Peter Handke, Kleine Suite de Vivarais, 1988), Nioque de l'Avant-Printemps (1983; dt., in der Übersetzung von Felix Philipp Ingold: Gnoske des Vorfrühlings, 1990) Pratiques d'écriture ou l'inachèvement perpétuel (1984; dt., in der Übersetzung von Felix Philipp Ingold: Schreibpraktiken oder Die stetige Unfertigkeit, 1988), Correspondence J. Paulhan-Francis Ponge (1986), Nouveau Nouveau Recueil (1992). Ebenfalls auf deutsch sind die von Gerd Henniger übersetzten Bände mit ausgewählten Werken Lyren und Stücke. Methoden (1965; 1968) und Einführung in den Kieselstein und andere Texte (1986) erschienen. OBJET TROUVÉDer Prokurist, Nr. 3 Jacques Roubaud, geboren 1932, lebt in Paris. Er ist Mitglied von Oulipo (Ouvroir de litérature potentielle) und Mitbegründer von ALAMO (Atelier de Littérature Assistée par Matématique et Ordinateur). Zuletzt sind erschienen: La fleur inverse. L‘art des troubadours (1994), M. Goodman rêve de chats (1994), Poésie, etcetera, ménage (1995). Auf Deutsch sind bisher erschienen: Traktat vom Licht (1989), Die schöne Hortense (1989); Die Entführung der schönen Hortense (1993); Das Exil der schönen Hortense (1994), Blaue Prinzen und andere böse Buben (1991); zus. mit Robert Kelly und Schuldt, Abziehbilder, heimgeholt (1995), Die Vielfalt der Welten Lewis (1995), Die immergleiche Anordnung der rerum vulgarium fragmenta, sowie vorangestellt, kurze Lebensbeschrei-bung des Francesco, Petrarca (1996). DICHTUNG UND ERINNERUNGDer Prokurist, Nr. 1 Der Prokurist, Nr. 15 Der Prokurist, Nr. 19/20 Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs) Thomas Schestag, geboren 1956. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literatur, wissenschaft, der Germanistik und Philosophie in Berlin, Paris, Strasbourg und Zürich. 1990–1995 Dozent für deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Lajos-Kossuth-Universität in Debrecen (Ungarn), 1995–1997 Visiting Professor für deutsche Literatur an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Seit 1998 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Buchveröffentlichungen: para- (Lukrez, Hebel, Ponge); Parerga (Hölderlin, Schmitt, Kafka, Platon, Schleiermacher, Benjamin, Derrida); Asphalt (Benjamin); buk (Paul Celan); Mantisrelikte (Jean-Henri Fabre, Maurice Blanchot, Paul Celan). Übersetzungen aus dem Französischen (u.a. Blanchot, Ponge, Philippe Lacoue-Labarthe). OBJET TROUVÉDer Prokurist, Nr. 12 Der Prokurist, Nr. 13/14 Der Prokurist, Nr. 16/17 Der Prokurist, Nr. 18 Der Prokurist, Nr. 19/20 Wolfgang Schlüter, geboren 1948 in Königslutter am Elm, lebt als Musikwissenschaftler, freier Autor und Übersetzer in Wien. Veröffentlichungen u.a.: Eines Fensters Schatten, oder: Mercurius‘ Hochzeit mit der Philologie. Roman (1984), My Second Self when I am gone, 250 englische Gedichte, aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter (1991), Walter Benjamin: Der Sammler und das geschlossene Kästchen. Essay (1993), John Aubrey. Lebensentwürfe, aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter (1994), William Cowper, The Task/Die Aufgabe, aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter (1997), John Field und die Himmels-Electricität. Roman (1998), Christopher Marlowe, Sämtliche Dramen, aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben von Wolfgang Schlüter (1999), Dufays Requiem. Roman (2001). BRENDANS INSELNTHE GARDEN OF DISTANCES Ferdinand Schmatz Schuldt, geboren 1941 in Hamburg, Dichter, Essayist, Gestalter von Hörstücken, lebt unter Sprachen. Ansässig in Hamburg und New York. Ein Dutzend Bücher, zuletzt: Abziehbilder heimgeholt (mit Jacques Roubaud und Robert Kelly), Literaturverlag Droschl, Graz 1995, Gestaltschmerz (mit Brigitte Mahlknecht), Edition Plasma, Berlin 1997, Am Quell der Donau (mit Friedrich Hölderlin und Robert Kelly), Steidl Verlag, Göttingen 1998, Ernest Fraenkel, Die unsichtbaren Zeichnungen Stéphane Mallarmé, hg., kommentiert und mit einem Essay von Schuldt, edition per procura, Wien . Lana 1998.
DIE UNSICHTBAREN ZEICHNUNGEN
STÉPHANE MALLARMÉS Andrea Seidler, geboren 1955 in Ödenburg/Ungarn. Vertragslehrerein am Institut für Finno-Ugristik der Universität Wien. Übersetzungen der moderner ungarischen Literatur (u.a. Endre Kukorelly, László Garaczi, Ferenc Szijj, Agáta Gordon). TANZ DER WALEDer Prokurist, Nr. 2 Ottó Tolnai, geboren 1940 in Kanjiza in der Vojvodina (ungarischsprachige Region des heutigen Serbiens). Er lebt in Palics. Tolnai ist als Lyriker, Prosaist, Dramatiker, Übersetzer eine der wichtigsten Figuren in der zeitgenössischen ungarischen Literatur. Er ist Chefredakteur der Veszprémer Zeitschrift Ex Symposion. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher in Ungarn und Jugosla-wien und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen (u.a. Brücken-Preis, 1967, 1980; Attila-József-Preis 1991; Endre-Ady-Preis 1993). Auf Deutsch sind bislang Beiträge in Zeitschriften und Antholo-gien erschienen. ICH KRITZELTE DAS AKAZIENWÄLDCHEN IN MEIN HEFT. Franz Tumler Alma Vallazza, geboren 1965 in Bozen, lebt in Wien. Seit 1995 Mitarbeit am PR-Projekt, Mitver-anstalterin der Kulturtage Lana, seit 1999 Herausgeberin der edition per procura. Übersetzungen aus dem Italienischen und Französischen (u.a. Gianni Vattimo, Jacques Roubaud, Honoré de Balzac, Amelia Rosselli). OBJET TROUVÉDer Prokurist, Nr. 19/20 ABRASCH. EINE SAMMLUNG FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG Markus Vallazza, geboren 1936 in St.Ulrich (Südtirol). Studien und längere Aufenthalte in Florenz, Paris, Salzburg, Berlin, Augsburg. Von 1962 bis 1972 Kunsterzieher an der Kunstschule St.Ulrich, seither freischaffender Künstler. Er lebt heute in Wien und Bozen. Seit 1970 zahlreiche Einzel-ausstellungen in Europa und Übersee. Neben vielen Mappenwerken mit Druckgrafik, Ausstellungs-katalogen und Publikationen in Zeitschriften veröffentlichte er u.a.: Erotika. Zeichnungen und Texte zu Casanova, mit einem Text von H.C. Artmann (1991), Schatten hinab. Gedichte und Radierungen (1991), Die Frauen aus Fanis. Fragmente zur ladinischen Überlieferung, mit Texten von Anita Pichler (1992). Nach zahlreichen anderen Beschäftigungen mit Texten und Figuren der Weltliteratur (Horaz, 0. v. Wolkenstein, Villon, Rimbaud, Poe, Genet, Broch, Kafka, Mayröcker u.a.) arbeitete Markus Vallazza über zehn Jahre zu Dantes Divina Commedia. Ausgehend von den Skizzenheften entstanden drei Mappen mit Druckgrafik zu den einzelnen Gesängen der Commedia (Edition Ernst Hilger), zahlreiche Einzelblätter, Monographien und Buchpublikationen. LA DIVINA COMMEDIA, GESAMTAUSGABE DER
SKIZZENHEFTE, I-V Die Hölle. L'inferno Christine Vescoli Martin Walser Peter Waterhouse Ernest Wichner, geboren 1952 in Guttenbrunn (Banat/Rumänien), lebt seit 1975 in Deutschland. Autor, Literaturkritiker, Übersetzer aus dem Rumänischen, von 1988 bis 2003 stellvertretender Leiter des Literaturhauses Berlin, seit März 2003 dessen Leiter. Zuletzt ist der Gedichtband Rückseite der Gesten (2003) erschienen. Die Familie PopescuSchrumpeln wirst du wirst eine exotische Frucht sein. Gedichte Andrea Zanzotto Marina Zwetajewa wurde 1892 in Moskau geboren. Sie lebte von 1922 bis 1939 im Exil, u.a. in Berlin, Prag und Paris. 1941 nahm sie sich das Leben. Sie gilt neben Anna Achmatova als die größte russische Dichterin des letzten Jahrhunderts. Poem vom Ende / Neujahrsbrief
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