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Autor/innen und Übersetzer/innen der edition

 

Gennadij Ajgi wurde 1934 in Schajmurshino (Tschuwaschische Autonome Republik) geboren. Seit 1953 lebte er in Moskau, wo für den Dichter mit dem Ausschluß 1958 aus dem Moskauer Literaturinstitut Jahre der vollkommenen Zurückgezogenheit und Nichtanerkennung begannen. Bis heute wird das Werk Gennadij Ajgis, den Jakobson einmal den größten lebenden russischen Dichter genannt hat, in seiner Heimat kaum gedruckt und besprochen, während im westlichen Europa die Zahl der Publikationen und Leser stetig wächst. U.a. erhielt er 1972 den Preis der Académie française, 1993 den Petrarca-Preis und 1996 den N.C.Kaser-Lyrik-Preis.
Er starb am 21.2.2006 in Moskau.

AUSGEWÄHLTE WERKE
Der Prokurist Nr. 1.1
Der Prokurist Nr. 9
Der Prokurist Nr. 13/14

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

H.C. Artmann
Geboren 1921 in Wien-Breitensee, 1940 zur deutschen Wehrmacht eingezogen, 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Nach Reisen und Aufenthalten in zahlreichen europäischen Ländern ab 1972 in Salzburg bzw. in Wien ansässig. Mitglied der Akademie der Künste, Berlin; Ehrendoktor der Universität Salzburg. H. C. Artmann starb 2000 in Wien. Er erhielt u.a. folgende Preise: Großer Österreichischer Staatspreis, 1974; Manuskripte-Preis 1987; Georg-Büchner-Preis 1997. Von seinen Werken liegen u. a. vor: „med ana schwoazzn dintn“, 1958; „How much, schatzi“, 1975; „Aus meiner Botanisiertrommel“, 1975; „Im Schatten der Burenwurst“, 1983; „Kein Pfeffer für Czermak“, 1988; „Zerstörung einer Schneiderpuppe“, 1992; „Achtundachtzig“, 1996; „Goethe trifft Lilo Pulver“, 1996. „Das poetische Werk“ Artmanns liegt zehnbändig seit 1996 unter Mitwirkung des Autors und herausgegeben von Klaus Reichert vor.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

John Ashbery
Geboren 1927 in Rochester/USA, bis 1975 Herausgeber der Art News, 1955 – 1965 in Paris, 1974 – 1990 Professor für Creative Writing am Brooklyn College in New York, lebt und arbeitet in New York/USA. Ashbery erhielt u.a. den Yale Younger Poets Prize 1956, 1975 den Pulitzer Prize for Poetry, 1985 den McArthur-Prize, 1992 den Horst-Bienek-Preis. In deutscher Sprache liegen u.a. vor: „Selbstporträt im konvexen Spiegel“, übersetzt von Joachim Sartorius, 1975/1980; „Eine Welle“, übersetzt von Joachim Sartorius, 1988; „Hotel Lautréamont“, übersetzt von Erwin Einzinger, 1995; „Und es blitzten die Sterne“, übersetzt von Erwin Einzinger, 1997; „Mädchen auf der Flucht“, übersetzt von Erwin Einzinger, Matthias Göritz, Durs Grünbein, Michael Krüger, Klaus Reichert, Joachim Sartorius, 2002.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Daniel Bănulescu, geboren 1960, lebt in Bukarest. Nach einem Ingenieurstudium (Erdöl/Erdgas) zunächst Gelegenheitsjobs (Korrektor, Reporter, Nachtwächter), dann Versuch einer Existenz als freier Autor, d.h. also weitere Gelegenheitsjobs. Sein erster Gedichtband Der Tag, an dem ich publiziert wurde erschien 1987 in der Edition »Das kleine Buch«. 1993 erschien der Gedichtband Ich werde Dich lieben bis zum Ende des Bettes, 1994 der Roman Ich küsse dir den Hintern, geliebter Führer (Auszüge daraus in der deutschen Übersetzung von Gerhardt Csejka in: neue literatur, Nr. 2, 1995), 1997 der Gedichtband Die Ballade des Daniel Bănulescu und 1998 der Roman Die sieben Könige der Stadt Bukarest. Seit 2000 liegt eine erste Sammlung der Gedichte von Daniel Bănulescu unter dem Titel Bundesrepublik Daniel Bănulescu vor, die auch zahlreiche kritische Stimmen zum Werk des Autors versammelt. Zuletzt, 2001, erschien der Gedichtband Daniel des Gebets. Sämtliche Titel sind in rumänischer Sprache in Bukarest erschienen.

Schrumpeln wirst du wirst eine exotische Frucht sein. Gedichte.
Ich küsse dir den Hintern...

Manfred Bauschulte, geboren 1956 in Ibbenbüren (Westfalen), Studium der Literatur und Religionswissenschaften und Philosophie in Berlin und Bielefeld, lebt in Bardüttingdorf, arbeitet über die Dichtungen von René Char (Gespräche mit Hypnos und Orion, erscheint in naher Zukunft), Henri Michaux und Francis Ponge, ferner über die Bedeutung des Schlafs nicht nur für die Literatur.

OBJET TROUVÉ
ABRASCH. EINE SAMLUNG FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG
FRANCO FORTINI, COMPOSITA SOLVANTUR.
Der Prokurist, Nr. 15

Honoré de Balzac (Tours 1799–Paris 1850), schrieb zunächst unter Pseudonym Erzählungen und Kolportageromane, um sich seinen Unterhalt zu sichern. Ständig unter finanziellem Druck leidend, arbeitete Balzac ab 1830 rastlos an seinem Lebenswerk, der an Walter Scotts historischem Romane orientierten Comédie humaine. Unvollendet wird sie 91 Novellen und Romane umfassen.

THEORIE DES GEHENS

William Blake, (London 1757–1827), Dichter und Kupferstecher, illustrierte u.a. Werke von Dante, Vergil, Chaucer, Blair, Young und, da er Wort und Bild als Gesamtkuntswerk verstand, viele seiner eigenen Dichtungen, u.a. Poetical Sketches (1783), Songs of Innocence (1789), Songs of Experience (1794), The book of Los (1795), The book of Ahaania (1795), Milton (1804–1808), Jerusalem (1804).

MILTON. EIN GEDICHT

Maurice Blanchot, geboren 1907 in Quain. Zahlreiche literarische und literaturtheoretische Veröffentlichungen seit den 40er Jahren, auf Deutsch sind u.a. erschienen: Die wesentliche Einsamkeit, aus dem Franz. von Gerd Henniger (1984), Der Wahnsinn des Tages, aus dem Franz. von Brigitta Restorff (1986), Sade, aus dem Franz. von Johannes Hübner (1986), Thomas der Dunkle, aus dem Franz. von Jürg Laederach (1987), Warten Vergessen, aus dem Franz. von Johannes Hübner (1987), Das Todesurteil, aus dem Franz. von Jürg Laederach (1990), Das Unzerstörbare. Ein unendliches Gespräch über Sprache, Literatur und Existenz, aus dem Franz. von Hans J. Metzger und Bernhard Wilczek (1991), Das Tier von Lascaux, aus dem Franz. von Eleonore und Hans-Jost Frey und Felix Philipp Ingold (1999).

OBJET TROUVÉ
Der Prokurist, Nr. 13/14

Joë Bousquet, 1897–1950, blieb infolge einer Kriegsverwundung im Jahre 1918 gelähmt und zeitlebens an sein Bett und sein Zimmer in Carcassonne gebunden. Veröffentlichungen u.a.: Traduit du silence (1941; 1968), Mystique (1973), L'homme dont je mourrai (1974), Papillon de neige. Journal 1939–1942 (1980), Le Sème-Chemins (1981), Note-Book. Suivi D'une autre vie (1982), Les capitales ou de Jean Duns Scot à Jean Paulhan (1996).

OBJET TROUVÉ

György Buda, geboren 1945 in Hutthurm (Bayern), bis 1956 in Ungarn, lebt in Wien. Studium der Geologie und Abschluß der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung in Wien. Übersetzungen aus dem Ungarischen (u.a. Imre Kertész, László Krasznahorkai, Zsolt Láng, László Darvasi, Péter Esterházy, László Garaczi, Endre Kukorelly, Lajos Parti Nagy,  Éva Petröczi,  Sándor Tatár,  János Térey, Rudolf Ungváry, Lajos Parti Nagy).

OTTÓ TOLNAI, ICH KRITZELTE DAS AKAZIENWÄLDCHEN IN MEIN HEFT.

Inger Christensen
Geboren 1935 in Vejle an der Ostküste von Jütland, lebt in Kopenhagen. Für ihr Werk erhielt sie u.a. den Münsteraner Lyrik-Preis, den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 1994, den Europäischen Preis für Poesie 1995 zusammen mit Hanns Grössel, und den Lyrik-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Ihr poetisches Werk ist in deutscher Übersetzung von Hanns Grössel erschienen: „Das gemalte Zimmer. Eine Erzählung aus Mantua.“, 1989; „Brev i april. digte / brief im april. Gedichte“, 1990; „alfabet / alphabet“, 1990; „Azorno“, 1991; „Teil des Labyrinths“, 1993; „Der Geheimniszustand und Gedicht vom Tod“, 1999; „det / das“, 2002.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Géza Deréky, geboren 1951, lebt in Kecskemét, Ungarn. Übersetzt ins und aus dem Ungarischen (u.a. Peter Hajnóczy, Peter Nádas, Ádám Bodor, Lajos Grendel, Endre Kukorelly, Ottó Hévizi, Sándor Csoóri, László Márton, Ephraim Kishon, Imre Kertész, Rudolf Kassner).

OTTÓ TOLNAI, ICH KRITZELTE DAS AKAZIENWÄLDCHEN IN MEIN HEFT.  

Michael Donhauser, geboren 1956, lebt in Vaduz und Wien. Zahlreiche Gedicht- und Prosa-Veröffentlichungen, u.a.: Dich noch und. Liebes- und Lobgedichte (1991), Von den Dingen (1993), Livia oder die Reise. Roman (1996), Sarganserland. Gedichte (1998), Gärten. Paris (2000) und seine Übersetzung der späten Verse Arthur Rimbauds (1998).

OBJET TROUVÉ
Der Prokurist Nr. 3
Der Prokurist Nr.
5
Der Prokurist Nr.
9
Der Prokurist Nr. 1
9/20
Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Werner Dürrson, geboren 1932 in Schwenningen/Neckar. Studium der Musik und Literaturwissenschaft in Tübingen und München. Dr. phil. Lehrtätigkeit an der Universität Poitiers/Frankreich und in Zürich. Neuere Veröffentlichungen: Werke in vier Bänden (Lyrik und Prosa) (1992), Ausgewählte Gedichte (1995), Stimmen aus der Gutenberg-Galaxis, Essays zur Literatur (1997), Der verkaufte Schatten, Rumänische Elegien und Rumänisches Tagebuch (1997), Übersetzungen aus dem Französischen (Wilhelm von Aquitanien, Margarete von Navarra, Arthur Rimbaud, Stéphane Mallarmé, Yvan Goll, René Char und Henri Michaux). Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Mitglied des PEN-Zentrums, der Humboldt-Gesellschaft und der Association des critique littéraires, Paris. Lebt in Oberschwaben und Paris.

OBJET TROUVÉ

Oswald Egger
Geboren 1963 in Lana, lebt in Wien und Hombroich. 1992 Abschluss an der Universität Wien mit einer Poetik des Hermetischen („Wort für Wort“), 1988-1998 Herausgeber der Zeitschrift „Der Prokurist“ sowie der „edition per procura“. Preise und Auszeichnungen u. a.: Mondsee-Lyrikpreis 1999; Clemens-Brentano-Lyrikpreis 2000; Artist in Residence, Chinati-Foundation, Marfa, Texas 2000; Writer in Residence, Villa Aurora, Los Angeles 2001; Christine-Lavant-Förderpreis 2001; Fellowship Literatur der Stiftung Insel Hombroich/Raketenstation 2002; Lyrikpreis Meran 2002; Karl-Sczuka-Förderpreis 2004. Veröffentlichungen u.a.: „Die Erde der Rede“, 1993; „Blaubarts Treue“, 1996, „Und: der Venus trabant“. Oper als Topos ohne Ort, 1997, „Juli, September, August. Herde der Rede Moiré“, 1997; „Poemandern Schlaf. (Der Rede Dreh)“, 1999; „Herde der Rede. Poem“, 1999; „To Observe The Obverse”, 2000; „Nichts, das ist“, 2001; „-broich. Homotopien eines Gedichts“, 2003; „Room of Rumor. Tunings”, 2004; „Prosa. Proserpina. Prosa”, 2004.

Der Prokurist, Gesamtausgabe in Kassette, hrsg. von Oswald Egger
Der Prokurist, Nr. 1.2

Der Prokurist, Nr. 2
Der Prokurist, Nr. 3
Der Prokurist, Nr. 5
Der Prokurist, Nr. 8
Der Prokurist, Nr. 16/17
Der Prokurist, Nr. 19/20
Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Gundi Feyrer, geboren 1956 in Heilbronn am Neckar. Studium an den Kunsthochschulen in München und Hamburg, längere Aufenthalte in Rom, Paris und Graz, lebt heute in Madrid. Buchveröffentlichungen u.a.: Das in den Längen Weilen, Wiens Verlag, Berlin 1990, Der Himmel ist eine Flasche, Ritter Verlag, Klagenfurt 1994, Das Schlagen der Augen, Droschl Verlag, Graz 1994, Auswendige Tage, Droschl Verlag, Graz 1997, Die Besteigung der Bilder und andere Essays, Edgeware Press, London/Wiens Verlag, Berlin 1998. 

THE GARDEN OF DISTANCES
Der Prokurist, Nr. 7

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Louis-René des Forêts, 1918–2000, erlebte seine Jugend im Berry und in der Bretagne, gehörte als junger Mann der französischen Résistance an, nach dem 2. Weltkrieg war er viele Jahre Mitarbeiter im Verlag Gallimard. Sein bedeutendes, im Umfang jedoch schmales Werk besteht aus den beiden Romanen Les Mendiants (1943, 1986 édition dénitive) und Le bavard (1946, deutsche Übersetzung von Elmar Tophoven, 1968/1983), dem Erzählungsband La chambre des enfants (1960, deutsche Übersetzung von Friedhelm Kemp, 1993), sowie den beiden Langgedichten Mégères de la mer (1967) und Poèmes de Samuel Wood (1988). Diese beiden Texte sind bereits seinem unvollendeten Hauptwerk Ostinato (1997) zuzuordnen, einem Fragment-Buch, das alle literarischen Genres aufhebt. 

OBJET TROUVÉ

Franco Fortini (Florenz 1917–Mailand 1994), zählte als Lyriker, Übersetzer (u.a. von Goethe, Brecht, Kafka, Kraus, Proust, Artaud, Frénaud, Eluard, Weil, Jószef) und politischer Denker zu den einflußreichsten Figuren des zeitgenössischen Italiens. Er arbeitete als literarischer Berater für Einaudi und Mondadori und war Professor für Literaturkritik an der Universität von Siena. Auf Deutsch sind erschienen: Poesie, aus dem Italienischen von Hans Magnus Enzensberger (1963), Die Vollmacht. Literatur von heute und ihr sozialer Auftrag, aus dem Ital. von Friedrich Kollmann (1968).

FRANCO FORTINI, COMPOSITA SOLVANTUR.

Ernest Fraenkel, geboren 1905 in Berlin, Flucht vor den Nationalsozialisten nach Frankreich, nach dem Krieg wird er Assistent bei Etienne Souriau am Institut d’Esthétique in Paris. Er beschäftigte sich zeitlebens mit kabbalistischen im Zusammenhang mit psychoanalytischen Fragen.

DIE UNSICHTBAREN ZEICHNUNGEN STÉPHANE MALLARMÉS

André Frénaud (1907 Montceau-les-Mines –1993 Paris), Die ersten Ge­dichte Poèmes d'Avant-Guerre entstehen 1938/39, während der Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit in Deutschland die Poèmes de Brandebourg, die ihn bekannt machen. Nach seiner Flucht aus der Gefangenschaft (1942) schließt er sich der Résistance an. Neben mehreren Gedichtbänden, u.a. Poèmes de dessous de plancher (1949), Agonie du général Krivitski (1960), Il n'y a pas de paradis (1962), erscheint 1973 La Sorcière de Rome. Seine Dichtungen, die zu den bedeutendsten der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts gehören, wurden in viele Sprachen übersetzt. Giuseppe Ungaretti, Franco Fortini und Eugenio Montale übersetzten und präsentierten sie in Italien und Spanien. In deutscher Sprache erschienen bisher nur die Gedichtauswahl Quelle der Quellen (hrsg. u. übersetzt von Paul und Marlis Pörtner, Darmstadt 1962) sowie in geringer Auflage zwei illustrierte Luxusdrucke mit ausgewählten Texten.

DIE HEXE ROMS. GEDICHT

Hans-Jost Frey, geboren 1933, lebt in Zürich, emeritierter Professor für Komparatistik. Veröffent-lichungen u.a.: Studien über das Reden der Dichter (1986), Unterbrechungen (1989), Der unend-liche Text (1990), Wörter und die Wiedervereinigung der Wörter (1994), Lesen und Schreiben (1998).

DIE AUTORITÄT DER SPRACHE
Der Prokurist, Nr. 12
Der Prokurist, Nr. 13/14
Der Prokurist, Nr. 19/20

László Garaczi, geboren 1956 in Budapest, studierte Ungarisch und Geschichte an der Hochschule von Eger, später Philosophie an der Universität Budapest, lebt in Budapest. Bisher erschienen: Plasztik: Elbeszélések (1985) [Plastik. Erzählungen, aus dem Ungarischen von Andrea Seidler, 1990 ]; A terület visszafoglalása a madaraktól: Versek (1986) [Die Rückeroberung des Gebietes von den Vögeln: Lyrik]; Tarsd a szemed a kigyón: Versek (1989) [Behalte die Schlange im Auge: Lyrik]; Mami Blue (1988) (Filmnovelle und Drehbuch; gem. mit Robert Pajer verfaßt. Für das Drehbuch zu diesem Film wurden Garaczi und Pajer mit dem Filmpreis der Stadt Veszprém ausgezeichnet), Die wunderbare Busfahrt, aus dem Ungarischen von Andrea Seidler (1999).

TANZ DER WALE. Theaterstücke
Der Prokurist, Nr. 2

Marion Gees, geboren 1957, Studium der Germanistik und Romanistik in Bielefeld und Paris. Lehrte als DAAD-Lektorin für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Nantes (Frankreich). Promotion mit einer Arbeit über Robert Walser. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld. Übersetzungen aus dem Französischen, Beiträge und Besprechungen zu moderner Literatur in verschiedenen Zeitschriften und Sammelbänden sowie für den Rundfunk. Lebt in Chemnitz.

DIE HEXE ROMS. GEDICHT
Der Prokurist, Nr. 15

Michael Hamburger
Geboren 1924 in Berlin, Emigration mit der Familie über Edinburgh nach London, ab 1941 Studium in Oxford, 1943 – 1945 Dienst in der britischen Armee, lebt heute als freier Schriftsteller und Übersetzer in Suffolk. Michael Hamburger wurde u.a. mit dem Hölderlin-Preis und Petrarca-Preis 1993, 2001 mit dem Österreichischen Staatspreis für literarisches Übersetzen sowie dem Horst-Bienek-Preis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Veröffentlichungen u.a.: „Vernunft und Rebellion“, 1969; „The Truth of Poetry / Wahrheit und Poesie, Spannungen in der modernen Literatur von Baudelaire bis zur Gegenwart“, 1969, 1995; „Das Überleben der Lyrik“, 1993; „Die Erde in ihrem langen langsamen Traum“, 1994; „Traumgedichte“, 1996; „Baumgedichte“, 1997; „Unteilbar“, 1997; „Todesgedichte“, 1998; „Das Überleben der Erde“, 1999; „In einer kalten Jahreszeit“, übertragen von P. Waterhouse, 2000.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Mila Haugová,  geboren 1942 in Budapest, lebt als Lyrikerin und Übersetzerin (u.a. von Paul Celan, Friederike Mayröcker) in Bratislava. Redakteurin der Literaturzeitschrift Romboid. Zahlreiche Publikationen und Preise. Auf Deutsch sind u.a. erschienen: Kahlfrieren, aus dem Slowakischen von Ursula Macht, Bonsai Typ Art Verlag, Berlin 1998, Das innere Gesicht. Gedichte, aus dem Slowakischen von Z. Becher, Thanhäuser Verlag 1999, Sandatlas, aus dem Slowakischen von Angela Repka, Editon Korrespondenzen, Wien 2001. 

THE GARDEN OF DISTANCES

Herzog Peter Z.
geboren 1950 in Basel, lebt in Zürich, art & context research.

OBJET TROUVÉ
Der Prokurist, Nr. 9
Der Prokurist, Nr. 1
3/14

Christine Huber, geboren 1963 in Wien. Lebt in Wien und Mörbisch. Zuletzt erschienen: blindlings. dialog mit kommentar (Zeichnungen: Natascha Käßner), Korvinus-Presse, Berlin 1998, absolut alles relativ unsonst. Gedichte (gemeinsam mit Helmut Schranz, mit Fotografien von Elmar Klocker), edition ch, Wien 1998, Rebecca, tableau x. Prosa, Das fröhliche Wohnzimmer-Edition, Wien 1999, das doch das bauschen kennt, edition charts, Wien 2001. Ausstellungen und Ausstellungs-beteiligungen mit Textgrafiken. Arbeiten zu Neuer Musik (u.a. für Christian Utz, Beat Futter, Elisabeth Flunger, I-Tsen Lu). 

THE GARDEN OF DISTANCES

Felix Philipp Ingold
Geboren 1942 in Basel. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Slawistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Basel und Paris, Ordinarius (emeritiert) für Kultur- und Sozialgeschichte Russlands an der Universität St. Gallen. Lebt in Zürich und Romainmôtier. Ingold erhielt u.a. den Petrarca-Preis 1989, die Ehrengabe des Kantons Zürich 1997, den Großen Literaturpreis des Kantons Bern 1998, den Manuskripte-Preis 2001, den Ernst-Jandl-Preis 2003. Er hat u.a. Joseph Brodsky, Marina Zwetajewa, Gennadij Ajgi, Francis Ponge, Edmond Jabès, Ossip Mandelstam übersetzt.
Veröffentlichungen u.a.: „Leben Lamberts“. Prosa, 1980; „Dostojewski und das Judentum“. Essay, 1981; „Letzte Liebe“, 1987; „Das Buch im Buch“, 1988; „Unzeit“, 1991; „Ewiges Leben“ Erzählung, 1991, 1994; „Der Autor am Werk“. Essays, 1992; „Autorschaft und Management.“ Essay, 1993; „Der Autor im Dialog“ (mit Werner Wunderlich), 1995; „Freie Hand.“ Ein Vademekum durch kritische, poetische und private Wälder, 1996; „Geballtes Schweigen“. Russische Einzeiler, 2000; „Auf den Tag“. Genaue Gedichte, 2000; „De nature“, 2000; „Nach der Stimme“. Ein konzertanter Dialog (mit Urs Leimgruber), 2000; „Der große Bruch“, Russlands kulturelle Moderne, 2000; „Jeder Zeit“. Andere Gedichte, 2002; „Im Namen des Autors“. Arbeiten für die Kunst und Literatur, 2004; „Wortnahme“, 2005;

AUSGEWÄHLTE WERKE
Der Prokurist, Nr. 1.1
Der Prokurist, Nr. 3
Der Prokurist, Nr. 7
Der Prokurist, Nr. 8
Der Prokurist, Nr. 9
Der Prokurist, Nr. 11
Der Prokurist, Nr. 13/14
Der Prokurist, Nr. 19/20
Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Hendrik Jackson, geboren 1971, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Er ist verantwortlich für die Netzseite: www.lyrikkritik.de. 2001 erschien der Gedichtband einflüsterungen von seitlich, 2003 als Band 4 der Reihe abrasch seine Übersetzung von Marina Zwetajewa, Poem vom Ende/Neujahrsbrief, 2006 der Gedichtband Dunkelströme. Gedichte. 2002 erhielt er das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. 2005 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis.

brausende bulgen. 95 Thesen über die Flußwasser in der menschlichen Seele.

Poem vom Ende / Neujahrsbrief

Pierre Joris, geboren in Luxemburg, längere Aufenthalte in England, Frankreich und Nordafrika. Heute lebt er als Professor, Dichter, Übersetzer und Herausgeber im US-Staat New York. Veröffentlichung von über 20 Gedichtbänden, zahlreiche Übersetzungen, u.a. von Paul Celan, Maurice Blanchot, Edmond Jabés Robert Kelly. Arbeitet zur Zeit zusammen mit Jerome Rothenberg an Übersetzung und Herausgabe der gesammelten Schriften Pablo Picassos.

THE GARDEN OF DISTANCES

Robert Kelly, geboren 1935 in New York City, lebt in Annandale-on-Hudson, wo er am Bard College Creative Writing unterrichtet. Er hat an die sechzig Bücher veröffentlicht mit Lyrik, Prosa und Essays. Auf Deutsch sind außerdem erschienen: Abziehbilder heimgeholt, zus. mit Jacques Roubaud und Schuldt (1995), Schlaflose Schönheit. Stories. Hrsg., übersetzt und mit einem Nachwort von Schuldt (1996). 

THE GARDEN OF DISTANCES

Erich Klein, geboren 1961 in Altenburg/Niederösterreich, Studium der Philosophie und Germanistik in Wien, lebt als Übersetzer aus dem Russischen (u.a. Olga Sedakowa, Timur Kibirov, Alexander Pjatigorskij) und als Journalist in Wien und Moskau. Publikationen u.a: Die Russen in Wien. Die Befreiung Österreichs. Wien 1945 – Augenzeugenberichte und über 400 unpublizierte Fotos aus Russland, hrsg. von Erich Klein (1995), Europa Erlesen: Moskau, hrsg. von Erich Klein und Valeria Jäger (1998).

AUSGEWÄHLTE WERKE, hrsg. von Erich Klein

Thomas Kling
Geboren 1957 in Bingen; er wohnte nach Jahren in Düsseldorf, Wien, Finnland und Köln als Dichter und Essayist in der Nähe von Neuss auf der Raketenstation Hombroich. Thomas Kling starb 2005. Für sein umfangreiches Werk erhielt er u.a. den Else-Lasker-Schüler-Preis 1993, den Peter-Huchel-Preis 1996 und 2001 den ersten Ernst-Jandl-Preis. Veröffentlichungen u.a.: „erprobung herzstärkender mittel“, 1981 – 1993; „geschmacksverstärker“, 1989; „brennstabm“, 1991; „nacht. sicht. gerät“, 1993; „morsch“, 1996; „Catull: das haar der berenice“, 1997; „Fernhandel“, 1999; „Botenstoffe“, 2001; „Sprachspeicher“, (Hrg.) 2001; „Sondagen“, 2002 und zuletzt „Auswertung der Flugdaten“ 2005. In Zusammenarbeit mit Ute Langanky entstanden „wolkenstein. mobilisierun`“, 1997; „wände machn“, 1994 und „gelände“, 1997.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Brigitte Mahlknecht, geboren 1966 in Bozen, Studium und längere Aufenthalte in Wien, New York und Berlin. Ausstellungen und Beteiligungen u.a. in Salzburg, Bozen, Rovereto, Wien, München, Genua, Innsbruck, Klausen. Veröffentlichungen: Gleich und Gleich. Zusammen mit Oswald Egger (1995), Gestaltschmerz. Zusammen mit Schuldt (1997), Zeichnungen u.a. in Der Prokurist Nr. 16/17 (1999).

THE GARDEN OF DISTANCES
Der Prokurist, Nr. 16/17

Stéphane Mallarmé, geboren am 18. März 1842 in Paris. 1863 Heirat mit der deutschen Marie Gerhard in London. Bis 1893 Lehrbeauftragter für Englisch an Lyzeen in Tournon, Avignon und Paris, ab 1877 empfängt Mallarmé in seiner Wohnung in der Rue de Rome regelmäßig Freunde und Künstler, unter ihnen Oscar Wilde, Stefan George, André Gide, Edouard Manet, Paul Valéry zu den legendären mardis, 1876 erscheint L'Après-rnidi d‘un faune, illustriert von Edouard Manet, 1887 Album de vers et de prose, 1888 erscheinen seine Übersetzungen Edgar Allen Poes Les Poèmes d'Edgar Poe, 1891 Pages mit einem Frontispiz von Renoir und 1893 Vers et prose mit einem Frontipiz von Whistler. Am 27. Januar 1896 wird Mallarrné in der Nachfolge von Paul Verlaine zum Prince des Poètes erwählt, 1897 erscheinen Divagations und Un Coup de dés in der Zeitschrift Cosmopolis. Am 9. September 1898 stirbt Mallarmé infolge eines Erstickungsanfalls in Valvins. Hérodiade bleibt unvollendet, die von Mallarmé vorbereitete Edition der Poésies wird erst posthum, 1899, erscheinen. Ebenfalls Vers de circonstance (1920), Igitur (1925), Le „Livre" de Mallarmé, hg. von Jacques Scherrer (1957), Les noces d'Herodiade (1959) und Pour un Tombeau d'Anatole (1961), Épouser la Notion (1980), und Correspondence complète 1862–1871, suivi des Lettres sur la poésie 1972–1898 (1995) und Lettres à Méry Laurent (1996). Auf Deutsch sind u.a. erschienen: Ein Würfelwurf (franz./dt.), übersetzt und erläutert von Marie-Louise Erlenmeyer (1966), Gedichte/Kritische Schriften (franz./dt.), 2 Bde., übersetzt und kommentiert von Gerhard Goebel, unter Mitarbeit von Frauke Bünde und Bettina Rommel (1993; 1998), Poèmes en prose/Gedichte in Prosa, übersetzt von Werner v. Wanitschek (1997), Sämtliche Dichtungen. Mit einer Auswahl poetologischer Schriften, übersetzt von Carl Fischer und Rolf Stabel (1992), Un Coup de dés/Ein Würfelwurf, übersetzt von Werner Dürrson, in: Akzente 2 (1992), Un coup de dés jamais n‘abolira le hasard/Ein Würfelwurf niemals tilgt den Zufall (franz./dt.), übertragen von Wilhelm Richard Berger, gestaltet von Klaus Detjen (1995). 

OBJET TROUVÉ
DIE UNSICHTBAREN ZEICHNUNGEN STÉPHANE MALLARMÉS

Friederike Mayröcker
Geboren 1924 in Wien, Englischlehrerin an Wiener Hauptschulen, lebt in Wien. Mayröcker erhielt u.a. den Georg-Trakl-Preis 1977, den Anton-Wildgans-Preis 1982, den Großen Österreichischen Staatspreis 1982, den Hölderlin-Preis 1993, den Else-Lasker-Schüler-Preis 1996, den Georg-Büchner-Preis 2001, den Karl-Sczuka-Preis 2001. Veröffentlichungen u.a. „Larifari“, 1956, „Fantom Fan“, 1971; „heisze hunde“, 1977; „Die Abschiede“, 1980; „schwarze Romanzen“, 1981; „Magische Blätter“, 1983; „Reise durch die Nacht“, 1984; „Magische Blätter II“, 1987; „mein Herz mein Zimmer mein Name“, 1988; „Das Herzzerreißende der Dinge“, 1990; „Magische Blätter III“, 1991; „das besessene Alter“, 1992; „LECTION“, 1994; „Magische Blätter IV“, 1995; „Magische Blätter V“, 1999; „Mein Arbeitstirol“, 2003; „Die kommunizierenden Gefäße“, 2003; „Und ich schüttelte einen Liebling“, 2005.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Hans-Ulrich Möhring, geboren 1953 in Zweibrücken, er lebt in Göttingen als Autor und Über-setzer.

MILTON. EIN GEDICHT

Peter Natter, geboren 1958, lebt in Hittisau/Vorarlberg. Studium der Romanistik und Philosophie. Lehrer. Übersetzungen von Joë Bousquet, Gabrielle Roy, Michel Surya.

OBJET TROUVÉ

Les Murray
Geboren 1938 bei Nabaic, New South Wales, Australien. 1973 – 1979 Herausgeber der Zeitschrift Poetry Australia, 1976 - 1991 Lyriklektor im Verlag Angus & Robertson, Herausgeber verschiedenster Anthologien und Autor zahlreicher Essays und Kritiken, lebt seit 1986 auf seiner Farm in Bunyah. U.a. erhielt Murray den Canada-Australia Literary Award 1984, den Petrarca-Preis 1984, den Grace Leven Prizes for Poetry 1991, den T.S.-Eliot-Preis 1996, den Queen´s Gold Medal für Poetry und den Queensland Premier's Prize for fiction 1999. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen liegen in deutscher Sprache vor: „Ein ganz gewöhnlicher Regenbogen“, 1996; „Fredy Neptune“, übersetzt von Margitt Lehbert, 2004; „Traumbabwe“, übersetzt von Margitt Lehbert, 2005.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Pier Paolo Pasolini, geboren 1922 in Bologna, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Casarsa (Friaul), ab 1950 lebte er in Rom, 1975 wurde er in Ostia ermordet. Er war als Dichter, Schrift-steller, Filmregisseur und Kritiker eine der wichtigsten und einflußreichsten italienischen Persön-lichkeiten des 20. Jahrhunderts.

DIPINTI / GEMALTES

Oskar Pastior
Geboren 1927 im siebenbürgischen Hermannstadt in Rumänien. 1945 - 1949 als Angehöriger der deutschen Minderheit zur Zwangsarbeit im Donbas (Ukraine) deportiert. Nach der Rückkehr Gelegenheitsarbeit. 1955 – 1960 Studium der Germanistik in Bukarest, Arbeit beim Rundfunk. Lebt seit 1968 als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt u.a. den Ernst-Meister-Preis für Literatur 1986, den Hugo-Ball-Preis 1990, den Peter-Huchel-Preis 2001 und den Erich-Fried-Preis 2002. Zahlreiche Publikationen sind zuletzt u.a. „Vinanella & Pantum“, 2000; „o du roher iasmin. 43 intonationen zu „Harmonie du soir“ von charles baudelaire“, 2002; „Jetzt kann man schreiben was man will“, 2003; „Mein Chlebnikov“, 2003; Gertrude Stein/ Oskar Pastior: „A Play/ Nochmal den Text ein anderer“, 2004; „Minze Minze flauminvan“, 2004.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Francis Ponge, 1899–1988, Mitarbeiter bei den Zeitschriften Nouvelle Révue française, Cahiers du Sud und Action. Verbindungsmann in der Résistance und bis 1947 Mitglied bei der Kommunistischen Partei. Buchveröffentlichungen: Douze Petits Écrits (1926), Le Parti pris des choses (1942), Dix Courts de la méthode (1946), Le carnet du Bois de Pins (1947; dt., in der Übersetzung von Peter Handke: Das Notizbuch vom Kiefernwald und La Mounine, 1982; 1995), Liasse (1948), Proêmes (1948), Le Peintre à l'étude (1948; dt. u.a. Texte zur Kunst, in der Übersetzung von Gerhard M. Neumann und Werner Spies, 1967), La Seine (1950), Cinq Sapates (1950), La Rage de l'expression (1952), Le Grand Recueil (1961), Pour un Malberbe (1965), Tome premier (1965), Le Savon (1967; dt. in der Übersetzung von Maria Bosse-Sporleder, 1993: Die Seife), Le Nouveau Recueil (1967), Entretiens avec Philippe Sollers (1970), La Fabrique du pré (1971), L'Atelier contemporain (1977), Comment une figue de paroles et pourquoi (1977), L' Écrit Beaubourg (1977), La Table (1982; 1991), Petite suite vivaraise (1983; dt. in der Übersetzung von Peter Handke, Kleine Suite de Vivarais, 1988), Nioque de l'Avant-Printemps (1983; dt., in der Übersetzung von Felix Philipp Ingold: Gnoske des Vorfrühlings, 1990) Pratiques d'écriture ou l'inachèvement perpétuel (1984; dt., in der Übersetzung von Felix Philipp Ingold: Schreibpraktiken oder Die stetige Unfertigkeit, 1988), Correspondence J. Paulhan-Francis Ponge (1986), Nouveau Nouveau Recueil (1992). Ebenfalls auf deutsch sind die von Gerd Henniger übersetzten Bände mit ausgewählten Werken Lyren und Stücke. Methoden (1965; 1968) und Einführung in den Kieselstein und andere Texte (1986) erschienen.

OBJET TROUVÉ
Der Prokurist, Nr. 3

Jacques Roubaud, geboren 1932, lebt in Paris. Er ist Mitglied von Oulipo (Ouvroir de litérature potentielle) und Mitbegründer von ALAMO (Atelier de Littérature Assistée par Matématique et Ordinateur). Zuletzt sind erschienen: La fleur inverse. L‘art des troubadours (1994), M. Goodman rêve de chats (1994), Poésie, etcetera, ménage (1995). Auf Deutsch sind bisher erschienen: Traktat vom Licht (1989), Die schöne Hortense (1989); Die Entführung der schönen Hortense (1993); Das Exil der schönen Hortense (1994), Blaue Prinzen und andere böse Buben (1991); zus. mit Robert Kelly und Schuldt, Abziehbilder, heimgeholt (1995), Die Vielfalt der Welten Lewis (1995), Die immergleiche Anordnung der rerum vulgarium fragmenta, sowie vorangestellt, kurze Lebensbeschrei-bung des Francesco, Petrarca (1996).

DICHTUNG UND ERINNERUNG
Der Prokurist, Nr. 1
Der Prokurist, Nr. 15
Der Prokurist, Nr. 19/20
Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Thomas Schestag, geboren 1956. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literatur, wissenschaft, der Germanistik und Philosophie in Berlin, Paris, Strasbourg und Zürich. 1990–1995 Dozent für deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Lajos-Kossuth-Universität in Debrecen (Ungarn), 1995–1997 Visiting Professor für deutsche Literatur an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Seit 1998 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Buchveröffentlichungen: para- (Lukrez, Hebel, Ponge); Parerga (Hölderlin, Schmitt, Kafka, Platon, Schleiermacher, Benjamin, Derrida); Asphalt (Benjamin); buk (Paul Celan); Mantisrelikte (Jean-Henri Fabre, Maurice Blanchot, Paul Celan). Übersetzungen aus dem Französischen (u.a. Blanchot, Ponge, Philippe Lacoue-Labarthe).

OBJET TROUVÉ
Der Prokurist, Nr. 12
Der Prokurist, Nr. 13/14
Der Prokurist, Nr. 16/17
Der Prokurist, Nr. 18
Der Prokurist, Nr. 19/20

Wolfgang Schlüter, geboren 1948 in Königslutter am Elm, lebt als Musikwissenschaftler, freier Autor und Übersetzer in Wien. Veröffentlichungen u.a.: Eines Fensters Schatten, oder: Mercurius‘ Hochzeit mit der Philologie. Roman (1984), My Second Self when I am gone, 250 englische Gedichte, aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter (1991), Walter Benjamin: Der Sammler und das geschlossene Kästchen. Essay (1993), John Aubrey. Lebensentwürfe, aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter (1994), William Cowper, The Task/Die Aufgabe, aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter (1997), John Field und die Himmels-Electricität. Roman (1998), Christopher Marlowe, Sämtliche Dramen, aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben von Wolfgang Schlüter (1999), Dufays Requiem. Roman (2001).

BRENDANS INSELN
THE GARDEN OF DISTANCES

Ferdinand Schmatz
Geboren 1953 in Korneuburg, lebt als freier Schriftsteller und Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Studium der Germanistik und Philosophie in Wien. Herausgeber des Nachlasses von Reinhard Priessnitz. Ferdinand Schmatz erhielt u.a. den Christine-Lavant-Lyrik-Preis 1999, den Österreichischen Förderungs-Staatspreis für Literatur 2001, den Anton-Wildgans-Preis 2002 sowie den Georg-Trakl-Preis 2004. Veröffentlichungen u.a. „der (ge)dichte lauf“, 1981; „die wolke und die uhr“, 1986; „speise gedichte“, 1992; „dschungel allfach“, 1996; „das große babel,n“, 1999; „Tokyo, Echo oder wir bauen den Schacht zu Babel“, 2004.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Schuldt, geboren 1941 in Hamburg, Dichter, Essayist, Gestalter von Hörstücken, lebt unter Sprachen. Ansässig in Hamburg und New York. Ein Dutzend Bücher, zuletzt: Abziehbilder heimgeholt (mit Jacques Roubaud und Robert Kelly), Literaturverlag Droschl, Graz 1995, Gestaltschmerz (mit Brigitte Mahlknecht), Edition Plasma, Berlin 1997, Am Quell der Donau (mit Friedrich Hölderlin und Robert Kelly), Steidl Verlag, Göttingen 1998, Ernest Fraenkel, Die unsichtbaren Zeichnungen Stéphane Mallarmé, hg., kommentiert und mit einem Essay von Schuldt, edition per procura, Wien . Lana 1998.

DIE UNSICHTBAREN ZEICHNUNGEN STÉPHANE MALLARMÉS
THE GARDEN OF DISTANCES

Andrea Seidler, geboren 1955 in Ödenburg/Ungarn. Vertragslehrerein am Institut für Finno-Ugristik der Universität Wien. Übersetzungen der moderner ungarischen Literatur (u.a. Endre Kukorelly, László Garaczi, Ferenc Szijj, Agáta Gordon).

TANZ DER WALE
Der Prokurist, Nr. 2

Ottó Tolnai, geboren 1940 in Kanjiza in der Vojvodina (ungarischsprachige Region des heutigen Serbiens). Er lebt in Palics. Tolnai ist als Lyriker, Prosaist, Dramatiker, Übersetzer eine der wichtigsten Figuren in der zeitgenössischen ungarischen Literatur. Er ist Chefredakteur der Veszprémer Zeitschrift Ex Symposion. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher in Ungarn und Jugosla-wien und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen (u.a. Brücken-Preis, 1967, 1980; Attila-József-Preis 1991; Endre-Ady-Preis 1993). Auf Deutsch sind bislang Beiträge in Zeitschriften und Antholo-gien erschienen.

ICH KRITZELTE DAS AKAZIENWÄLDCHEN IN MEIN HEFT.

Franz Tumler
Geboren 1912 in Bozen, Schriftsteller und Volksschullehrer. Mitarbeiter der Zeitschrift „Das innere Reich“, Soldat und Schriftsteller im Dritten Reich, nach 1945 Mitglied der Gruppe 47, lebte in Berlin, starb 1998. Tumler erhielt u.a. den Literaturpreis der Bayrischen Akademie der Künste München 1967, die Adalbert-Stifter-Medaille des Österreichischen Staatspreises 1969, den Adalbert-Stifter-Preis 1971, den Andreas-Gryphius-Preis 1982. Veröffentlichungen u.a. „Aufschreibungen aus Trient“ 1965; „Das Tal von Lausa und Duron“ 1935, „Der Schritt hinüber“, 1956; „Der Mantel“, 1959; „Sätze von der Donau“, 1972; „Pia Faller“, 1973; „Das Land Südtirol Menschen Landschaft Geschichte“, 1984; „Das Zerteilen der Zeit“, 1989.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Alma Vallazza, geboren 1965 in Bozen, lebt in Wien. Seit 1995 Mitarbeit am PR-Projekt, Mitver-anstalterin der Kulturtage Lana, seit 1999 Herausgeberin der edition per procura. Übersetzungen aus dem Italienischen und Französischen (u.a. Gianni Vattimo, Jacques Roubaud, Honoré de Balzac, Amelia Rosselli).

OBJET TROUVÉ
Der Prokurist, Nr. 19/20
ABRASCH. EINE SAMMLUNG FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG

Markus Vallazza, geboren 1936 in St.Ulrich (Südtirol). Studien und längere Aufenthalte in Florenz, Paris, Salzburg, Berlin, Augsburg. Von 1962 bis 1972 Kunsterzieher an der Kunstschule St.Ulrich, seither freischaffender Künstler. Er lebt heute in Wien und Bozen. Seit 1970 zahlreiche Einzel-ausstellungen in Europa und Übersee. Neben vielen Mappenwerken mit Druckgrafik, Ausstellungs-katalogen und Publikationen in Zeitschriften veröffentlichte er u.a.: Erotika. Zeichnungen und Texte zu Casanova, mit einem Text von H.C. Artmann (1991), Schatten hinab. Gedichte und Radierungen (1991), Die Frauen aus Fanis. Fragmente zur ladinischen Überlieferung, mit Texten von Anita Pichler (1992). Nach zahlreichen anderen Beschäftigungen mit Texten und Figuren der Weltliteratur (Horaz, 0. v. Wolkenstein, Villon, Rimbaud, Poe, Genet, Broch, Kafka, Mayröcker u.a.) arbeitete Markus Vallazza über zehn Jahre zu Dantes Divina Commedia. Ausgehend von den Skizzenheften entstanden drei Mappen mit Druckgrafik zu den einzelnen Gesängen der Commedia (Edition Ernst Hilger), zahlreiche Einzelblätter, Monographien und Buchpublikationen.

LA DIVINA COMMEDIA, GESAMTAUSGABE DER SKIZZENHEFTE, I-V Die Hölle. L'inferno
LA DIVINA COMMEDIA, GESAMTAUSGABE DER SKIZZENHEFTE, VI-IX Purgatorio/Paradiso

Christine Vescoli
Geboren 1969 in Bozen, studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Wien, Unterrichtstätigkeit an Oberschulen. Langjährige Mitarbeit bei den Bücherwürmern (Kulturtage Lana), seit Herbst 2005 Präsidentin des Vereins.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Martin Walser
Geboren 1927 in Wasserburg am Bodensee, Flakhelfer und Wehrmachtssoldat im 2. Weltkrieg, Promotion über Franz Kafka, Arbeit bei Rundfunk und Fernsehen, ab 1957 freier Schriftsteller. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Hermann-Hesse-Preis 1957, Gerhard-Hauptmann-Preis 1962, Georg-Büchner-Preis 1981, Ricarda-Huch-Preis 1990, Hölderlin-Preis 1996, Friedenspreis des deutschen Buchhandels 1998. Veröffentlichungen u.a. „Eiche und Angora“, 1962; „Das Einhorn“, 1966; „Der Sturz“, 1973; „Ein fliehendes Pferd“, 1978; „Das Schwanenhaus“, 1980; „Selbstbewusstsein und Ironie“, 1981; „Meßmers Gedanken“, 1985; „Die Brandung“, 1985; „Dorle und Wolf“, 1987; „Jagd“, 1988; „Die Verteidigung der Kindheit“, 1991; „Vormittag eines Schriftstellers“, 1994; „Finks Roman“, 1996; „Ein springender Brunnen“, 1998; „Der Lebenslauf der Liebe“, 2001; „Tod eines Kritikers“, 2002; „Meßmers Reisen“, 2003; „Der Augenblick der Liebe“, 2004.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Peter Waterhouse
Geboren 1956 in Berlin, Studium in Wien und Los Angeles, Teaching Assistant an der University of Southern California, Los Angeles, Promotion mit einer Dissertation über Paul Celan, lebt in Wien. Preise als Lyriker und Übersetzer (Michael Hamburger, Gerard Manley Hopkins, Biagio Marin, Andrea Zanzotto) u.a. Manuskripte-Preis 1990, Nicolas-Born-Preis, 1991, Christine-Lavant-Preis 2000, Heimito-von-Doderer-Preis 2000, H.C.-Artmann-Lyrik-Preis 2004. Veröffentlichungen u.a. „Menz“, 1984; „Besitzlosigkeit Verzögerung Schweigen Anarchie, Erz“; 1985. „Passim“, 1986; „Verloren ohne Rettung“, 1993; „Blumen“, 1993; „Die Schweizer Korrektur“, (mit Durs Grünbein und Brigitte Oleschinski), 1995; „Die Geheimnislosigkeit“, 1996; „Im Genesis-Gelände“, 1998; „Prosperos Land“, 2001; „Von herbstlicher Stille umgeben wird ein Stück gespielt“, 2003.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Ernest Wichner, geboren 1952 in Guttenbrunn (Banat/Rumänien), lebt seit 1975 in Deutschland. Autor, Literaturkritiker, Übersetzer aus dem Rumänischen, von 1988 bis 2003 stellvertretender Leiter des Literaturhauses Berlin, seit März 2003 dessen Leiter. Zuletzt ist der Gedichtband Rückseite der Gesten (2003) erschienen.

Die Familie Popescu
Schrumpeln wirst du wirst eine exotische Frucht sein. Gedichte

Andrea Zanzotto
Geboren 1921 in Pieve di Soligo bei Treviso; Studium der Literatur und Philosophie in Padua, Anhänger einer Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg, Lehrertätigkeit in Pieve di Soligo, lebt und arbeitet in Italien. Auszeichnungen u.a.: Premio Viareggio 1979, Premio Montale 1983, Premio Librex-Montale 1983, Premio Feltrinelli 1987, Hölderlin-Preis, 2005. Veröffentlichungen u.a. „Dietro il paesaggio“, 1951; „Vocativo“, 1957; „IX Ecloghe“, 1962; „La Beltà/Pracht“, übertragen von Donatella Capaldi, Maria Fehringer, Ludwig Paulmichl und Peter Waterhouse, 1968/2000; „Pasque“, 1973; „Fosfeni“, 1983; „Gli sguardi i fatti e senhal/Signale Senhal“, übertragen von Donatella Capaldi, Maria Fehringer, Ludwig Paulmichl und Peter Waterhouse, 2002.

Lana: 25 Jahre Literatur (3 CDs)

Marina Zwetajewa wurde 1892 in Moskau geboren. Sie lebte von 1922 bis 1939 im Exil, u.a. in Berlin, Prag und Paris. 1941 nahm sie sich das Leben. Sie gilt neben Anna Achmatova als die größte russische Dichterin des letzten Jahrhunderts.

Poem vom Ende / Neujahrsbrief